Die Familie Van Gogh lebte von 1875 bis 1882 in Etten. Vater Theodorus war dort Pfarrer. Für Vincent van Gogh war Etten in jenen Jahren regelmäßig ein Zufluchtsort. Er hatte sein erstes Atelier in Etten und arbeitete dort Tag und Nacht an Studien, Skizzen und Zeichnungen. Später, in Frankreich, malte er die farbenfrohe und fantasievolle 'Erinnerung an den Garten in Etten' (Arles, 1888).
Auf dieser Van Gogh-Radroute können Sie zunächst die fünf Van Gogh-Denkmäler im Zentrum von Etten-Leur kennenlernen, darunter die Van Gogh-Kirche. Sehr empfehlenswert für einen Besuch. Am Moeierboom auf dem Marktplatz und an der Statue von Vincent van Gogh im Inneren Garten gibt es informative Audiostelen, die die Geschichte rund um seine Ankunft in Etten und seine Abreise aus Etten erzählen.
Sie radeln zu den umliegenden Dörfern Hoeven und St. Willebrord. Vincent kam mit seinem Vater, der dort als Hilfspfarrer tätig war, nach Hoeven (im Volksmund: Hoeve). Er kam auch nach St Willebrord ('t Heike), wo Cornelis Schuitemaker lebte. Das war eines von Vincents Lieblingsmodellen zu dieser Zeit. Er fertigte mehrere Zeichnungen von ihm an. Sowohl im Zentrum von Hoeven als auch in St. Willebrord gibt es eine Tonsäule.
"Sicherlich bin ich froh, dass es so arrangiert wurde, dass ich hier einige Zeit in Ruhe arbeiten kann. Ich hoffe, so viele Studien wie möglich anzufertigen, denn das ist die Saat, aus der spätere Zeichnungen entstehen werden",
Vincent van Gogh in einem Brief an seinen Bruder Theo, Etten, 30. April oder 1. Mai 1881.