Auf der anderen Seite des Flusses Dommel befindet sich die Genneper Wassermühle. Die Mühle wird erstmals 1249 als Schenkung an das Norbertinerpriorat Postel erwähnt, das gleich hinter der Grenze in Belgien liegt. Im Jahr 1648 wurde die Mühle beschlagnahmt, wie viele andere klösterliche Besitztümer auch. Die Mühle wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut und restauriert und hatte verschiedene Funktionen, z.B. als Ölmühle und Walkmühle. Heute ist sie eine Getreidemühle und kann zum Mahlen von Getreide an der Wasserkraft des Flusses Dommel genutzt werden.
Vincent van Gogh hat die Mühle mehrere Male festgehalten, so auch im November 1884.
"In diesen Tagen, obwohl es hier ziemlich frostig ist, arbeite ich immer noch draußen an einer ziemlich großen Studie (mehr als 1 Meter) einer alten Wassermühle in Gennep, auf der anderen Seite von Eindhoven. Ich möchte das komplett draußen fertigstellen - aber es wird wahrscheinlich auch das letzte sein, was ich in diesem Jahr draußen male."
Vincent soll Anton Kerssemakers in der Mühle getroffen haben. Die beiden wurden gute Freunde und Vincent gab ihm Malunterricht. Der Gerber Anton Kerssemakers (1846-1924) schuf später auch eine Gouache von derselben Wassermühle.
Die Wassermühle hat heute noch ein Rad; zu Van Goghs Zeiten hatte sie zwei Räder.