De Mortelen

Naturreservat De Mortelen und Landgut Heerenbeek

Das kleine Naturreservat De Mortelen, das zum het Groene Woud gehört, umfasst Wälder, Alleen, zerklüftete Wiesen und bewaldete Ufer sowie Gräben und Bäche, mehrere Bauernhäuser mit langen Fronten und das Landgut Heerenbeek. Es ist im Besitz von Het Brabants Landschap.

Ausgangspunkte für schöne Spaziergänge durch die Gegend sind die gemütlichen Freiluftlokale Hoeve 1827 und De Vrolijke Jager, beide am Oude Grintweg.

Geschichte von De Mortelen
Die Kulturlandschaft von De Mortelen ist etwas Besonderes. Straßen und Grundstücksgrenzen entsprechen natürlichen Landschaftselementen wie kleinen Höhenunterschieden. Die Urbarmachung fand in Form von Lagern statt: isolierte Felder inmitten von Ödland mit sandigen Kuppen (Donks). Die jüngeren Heideaufforstungen im Norden des Gebietes haben einen größeren Umfang und gerade Parzellen. Diese Art der Heideaufforstung diente der Bodenverbesserung, aber ein Großteil wurde für landwirtschaftliche Flächen gerodet.

Besondere Vegetation
Buschwindröschen sind typische Pflanzen für De Mortelen. Die vielen feuchten Haine in der Kulturlandschaft sind sehr alt und dienten als Niederwald. In ihrem Unterholz, in den Randstreifen und entlang der Wasserläufe finden sich verschiedene seltene Pflanzenarten, die im Frühjahr üppig blühen. An schattigen, feuchten Stellen wachsen besondere Farne.

Landgut Heerenbeek
Im Jahr 1303 schenkte Herzog Johann II. von Brabant der Abtei Parkin Leuven ein Stück Land in De Mortelen. Ein Bauernhof wurde gebaut und das Land wurde kultiviert. Im 15. Jahrhundert pachtete die Abtei den gesamten Besitz.
Das Herrenhaus von 1864 ist ein städtisches Denkmal mit weiß verputzten Wänden und Hängetürmen, die es wie ein kleines Schloss aussehen lassen. Bei einem Brand im Jahr 1998 wurde das Innere des Hauses vollständig zerstört, woraufhin das Anwesen komplett restauriert wurde. Es befindet sich jetzt in Privatbesitz. Die Auffahrt führt auf die Old Gravel Road. An dieser Straße befindet sich der Familienfriedhof der Adelsfamilie De Girard de Mielet van Coehoorn, die das Herrenhaus bewohnte.

Das Anwesen mit seinen vielen Wanderwegen ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Der Garten und die Gebäude sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.